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Wild campen in Großbritannien
2017-10-24
by Alexandratogo
Wild campen in Großbritannien
  •  United Kingdom
Ob zu Fuß, zu Pferd oder mit Motorhilfe: Großbritannien ist ein tolles Land, was es zu erkunden gilt! Wunderschöne und vielfältige Natur mit netten Menschen. Wem das Land dann zu Kopf steigt, kann einige schöne Städte erkunden. Oder andersherum. Zu London und Co. gibt es bald mehr.
Wir reisen mit unserem Auto, dass den schönen Namen Hokey nach einer Elfe aus Harry Potter trägt, durch die Gegend. Alex hat uns ein sehr bequemes Bett hineingebaut, was es uns ermöglicht da zu schlafen, wo wir wollen. Auch bekannt unter dem Namen Wild Camping.




Unsere Hokey!



Natürlich hat jedes Land seine eigenen Gesetze und es gibt tatsächlich Länder, in denen wild campen verboten ist. Doch noch gibt es mehr Länder, in denen es erlaubt ist, beziehungsweise in denen es trotz der Gesetze toleriert wird.
Wie immer gilt dabei: Sauberkeit! Es darf kein Müll hinterlassen werden. Anstand gehört natürlich ebenso dazu. Keine laute Musik, kein Feuer, wo es gefährlich ist, keine Natur zerstören und schön freundlich sein. Dann klappt es auch mit dem Nachbarn.
In Großbritannien hat das wild campen eine lange Geschichte und natürlich ist es laut Gesetz verboten, beziehungsweise nicht grundsätzlich erlaubt. Doch die Briten nehmen es nicht so streng mit den Gesetzen und sind sehr freundlich.






Wenn man wild campt, hat man meist einen schönen Himmel. Entweder sich wiegende Baumkronen oder gar einen riesigen Sternenhimmel!

Wenn du einen schönen Ort gefunden hast, dann kannst du gern die Nacht da verbringen. Falls du sichtbare Nachbarn hast, dann ist es am besten, wenn du fragen gehst. Alle haben Verständnis für müde Autofahrer oder Wanderer. In Großbritannien gibt es das “Wanderrecht” (Jedermannsrecht), das besagt, dass jeder überall entlangwandern darf, auch wenn der Grundstückbesitzer dagegen ist. Natürlich ist dies kein Freibrief in anderer Leute Gärten umherzuwandern. Doch die “public Footpath” sind nicht immer miteinander verbunden und oft ist es besser die engen und kurvenreichen Straßen zu meiden (Natürlich immer noch nicht die Gärten nutzen, aber einen Feldranstreifen oder quer über den Hof geht schon mal). Wenn man dann einen Briten trifft, ist es übrigens ratsam einfach zu erklären, warum man hier entlanghirschelt, statt ordnungsgemäß die Straße zu verwenden. Das freundliche Völkchen hat bisher immer nett reagiert und meist gibt es noch Wanderhinweise und Wegbeschreibungen obendrein. Für besonders uriges wildes campen können wir den Snowden Nationalpark empfehlen. Dieser liegt in Wales und hält ein paar schöne Kletter- und Wanderberge in beeindruckender Natur bereit. Internetempfang spärlich gesät. In Südengland im Beyond Touring Park in Devon gibt es einen Camping Platz mit viel Fläche und wenig Plätzen. Anderen Campern wirst du so wohl nicht begegnen, musst dafür nicht jede Nacht umziehen und keine “Angst” vor Schelte haben.

Schottland – Wild Campen seit 2003 ausdrücklich erlaubt

In den Highlands ist es nun offiziell genehmigt, sein Zelt aufzuschlagen. 2-3 Nächte darf man an einem einsamen Ort bleiben. Danach muss er verlassen werden und natürlich wieder so aussehen, wie zuvor. Das Gesetz „Land Reform Act 2003“ gilt nicht nur für Wanderer, sondern auch für das Segeln, Kajak fahren oder Reiten sowie andere Formen der Freizeitgestaltung. Damit müssen Besitzer nicht mehr um Erlaubnis gefragt werden, ob deren Land betreten und benutzt werden darf. Ausgenommen sind wie oben schon gesagt, Gärten, Felder und Farmen. Schottland will so den Menschen einen Zugang zur Natur verschaffen. Dabei soll aber die Natur erhalten werden. Die Schotten geben acht, wer da campt und was er da macht. Prinzipiell gilt, dass alles erlaubt ist, was niemand anderen stört. Was die Schotten nicht so mögen, sind Campervans und Wohnwagen. Diese machen zu viel in der Natur kaputt und stehen an schönen Orten im Weg. Daher gilt hier nicht dieses Gesetz. Wer dennoch mit seinem Auto/ Wohnmobil stehen bleiben muss, sollte auf jeden Fall beim Nachbarn anfragen und nicht so weit in die Natur hineinfahren. 14 Meter (15 Yards) ist hier die Richtlinie, wie weit man sich von der Straße entfernen darf. Die Schotten sind auch sehr freundliche, im Zweifel einfach Fragen. Offizielle Informationen gibt es dazu wenig bis keine, da natürlich nicht alle mit motorisiertem Untersatz angelockt werden sollen. Ausnahmen sind jedoch meist ausgeschildert, damit weißt du genau wo du NICHT campen darfst. Sonderauflagen gibt es auch auf der Insel Tiree und in der Calgary Bay auf der Insel Mull. Dort gibt es starke Einschränkungen bis Verbote für das wilde campen mit motorisierten Gefährten.

Großbritannien erkunden

Ob zu Fuß, zu Pferd oder mit Motorhilfe: Großbritannien ist ein tolles Land, was es zu erkunden gilt! Wunderschöne und vielfältige Natur mit netten Menschen. Wem das Land dann zu Kopf steigt, kann einige schöne Städte erkunden. Oder andersherum. Zu London und Co. gibt es bald mehr.

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Tags:
wild campen, Großbritannien
Categories:
Road Trip, Traveling Solo, Landscapes, Sport and Activities, Travel Philosophy
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English
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