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Toskana unkonventionell: Abenteuer, Genuss, Erholung und ein bisschen Arbeit
2017-01-03
by Geggo
Toskana unkonventionell: Abenteuer, Genuss, Erholung und ein bisschen Arbeit
  •  2015-07-17 - 2015-07-22
  •  Italy
Lerne die Toskana etwas anders kennen. Urlaube etwas anders als sonst. Enjoy life, adventures and gooood times.
Los geht unsere Reise am 17.07.2015. Stephan und ich wollen uns einen neuen Winkel der Erde anschauen.  Dazu nutzen wir die Gelegenheit unsere Freunde Baumi und Miriam zu besuchen, die vor zwei Jahren ins schöne Örtchen Trassilico zogen. Die beiden haben sich ein wenig abseits des Dorfes ein Grundstück mit einem renovierungsbedürftigen Haus und einer schönen Gartenfläche gekauft und wollen seither die „bella vita“ genießen und sich etwas selbst aufbauen. Wer will kann sie dabei gerne unterstützen und ihnen eine helfende Hand für Kost und Logis anbieten. Im Garten und für das Haus gibt es schließlich immer etwas zu tun und ein gegenseitiges Helfen entspricht Miriams und Baumis Mentalität. Am besten bei Interesse einfach eine Email an baumiel@gmail.com schreiben.

Nach gut überstandener Fahrt kommen wir spät abends an und das wunderschöne Trassilico überwältigt uns mit seiner Schönheit. Die mittelalterlichen engen Gassen und Häuser sind sehr auffallend und besonders die „Rocca“ im Hintergrund sticht hervor. Die erste Nacht verbringen wir bei Miriam und Baumi im Dorfzentrum, wo sie sich bis zur Fertigstellung ihres Hauses in einem anderen niedergelassen haben. Am nächsten Tag wollen wir das Zelt im Garten, den man nach 20 minütigen Fußmarsch erreicht, aufstellen und fortan dort übernachten.



Die Nacht war eher heiß und wir freuen uns am Morgen, von jetzt an nicht mehr im Zelt schlafen zu müssen. Das italienische Frühstück, das wir uns bei Irene in ihrem kleinen Dorfladen holten, schmeckt sehr gut und nach getrunkenem Kaffee gehen wir zum Garten, um dort unser Zelt aufzuschlagen. Nach der Errichtung unserer Behausung brechen wir auf, um uns weiter hinunter ins Tal zu bewegen, um dort in einem Stausee zu schwimmen. Der Weg hinunter führt über alte Pfade, die teilweise noch aus der Römerzeit stammen und besonders in den letzten Jahren renovierungsbedürftig wurden. Bei über 30 Grad und strahlendem Sonnenschein freuen wir uns schon auf den Sprung ins Wasser und die Abkühlung. Am See angekommen, suchen wir uns ein gemütliches Plätzchen und schlagen unser Lager auf. Wir essen zuerst einmal gemütlich unsere mitgebrachten, hauptsächlich aus Miriams und Baumis Garten stammenden, Speisen. Dabei entdecken wir auf der gegenüberliegenden Seite des Sees ein Seil, das an einem Baum befestigt wurde und von dem man sich in den See schwingen kann. Von nun an schwingen wir uns vom Seil in den See, schwimmen, liegen in der Sonne und genießen das Leben den ganzen Nachmittag lang.







Der Abend verläuft eher ruhig und wir bereiten uns frisches Gemüse zu, das wir auf dem Heimweg vom See aus dem Garten mitnahmen. Danach machen uns Stephan und ich auf den Weg hinunter zum Zelt.

Die Nacht im Zelt war angenehm kühl und wir brechen gut ausgeschlafen auf, um mit Baumi und Miriam zu frühstücken. Daraufhin wollen wir ins 30 Minuten entfernte Nachbardorf gehen um mit Einheimischen und Freunden Mittag zu essen. Meine Bergschuhe lasse ich im Auto und nehme sie nicht mit, da wir vor haben, nach dem Essen in einem naheliegenden Bach zu baden. Das Essen bei Basilio war sehr gut und auch der Wein hat geschmeckt. Wie ausgemacht gehen wir zum Bach um einen gemütlichen Ort zum Baden zu finden. Dies fällt uns nicht schwer und bald schlagen Miriam und Baumi vor, einen anderen Bach aufzusuchen und nebenbei die Gegend zu erkunden. Da mich die Landschaft, die Vegetation, die vielen Schluchten und wilde Bäche sehr beeindrucken, stimme ich dem zu und das Abenteuer kann beginnen. Wir finden viele Bäche und Pfützen, gehen alte Römerpfade, von denen manche abrupt aufhören und es so scheint, als wäre hier niemals jemand gewesen. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Natur ihr Gebiet zurückerobert. Von den Mühlen aus der Römerzeit zeugen heute nur noch 10 cm hohe Mauern. Schließlich bin ich froh und müde, als unsere abenteuerliche Erkundungstour, mit ihren Anstrengungen, aber auch schönen Wasserfällen und Gesteinsformationen endet. Als Belohnung für die Tour gönnen wir uns am Abend eine Pizza im Rifugio „La Mestà“, der einzigen Bar des Dorfes.





Am dritten Tag sind wir gut erholt von der Wanderung, wollen aber dennoch einen ruhigen Tag verbringen und unseren Freunden Zeit für sich gönnen. Am Nachmittag fahren wir deshalb in das nicht weit entfernte mittelalterliche Städtchen Barga, von dem wir schon viel hörten. Dieser Ort beeindruckt mit seinem geschichtsträchtigen Häusern, Burgen und Gassen, die sein Bild prägen. Besonders empfehlenswert ist es, sich in einem gemütlichen Cafe kurz niederzusitzen und die italienische Kaffeekultur zu genießen. Auch ein Gelato aus der Gelateria di Barga sollte man sich nicht entgehen lassen.



Am Abend fahren wir mit Miriam und Baumi nach Gallicano, um uns das Fest des Palio di San Jacopo anzusehen. Unter einem festgelegten Motto treten die drei Bezirke des Dorfes in einem Umzug gegeneinander an. Aufwändig werden dabei hydraulisch betriebene Wagen geschmückt, Tänze aufgeführt und den Zuschauern ein Spektakel geboten. Nach dem Fest trinken wir noch ein Bier einer der vielen Bars und fahren dann hoch nach Trassilico.



Tag vier wird voll und ganz der Arbeit im Garten gewidmet. Nach dem Frühstück brechen wir auf in den Garten und legen nach einer kurzen Besichtigungstour gleich los. Mähen, jäten, Zäune aufstellen, ernten, Samen setzen usw... Alles Tätigkeiten die erledigten werden müssen. Jeder sucht sich etwas aus, das er am Besten kann und ihm am meisten Spaß macht. Schließlich ist diese Arbeit entspannend und beruhigend. Das Ergebnis nachher zu sehen stellt zufrieden. Für kleine Häppchen ist stets bestens gesorgt und wir freuen uns schon, was es als nächstes aus dem Garten geben wird. Am Abend kochen wir uns wieder ein Essen mit Sachen aus dem Garten und genießen den letzten Abend. Wir trinken ein Bier und genießen die Zeit mit unseren Freunden.



Die letzte Nacht im Zelt war wieder sehr angenehmen und wir befürchten bereits, dass wir zuhause von nun wieder zu heiß haben werden. Ein letztes Mal holen wir bei Irene Frühstück und verabschieden uns von ihr. Ein paar von ihren selbst gemachten Salamis und anderen Spezialitäten nehmen wir aber natürlich mit nach Hause. Wir genießen noch einmal den Flair des schönen Örtchens Trassilico und verabschieden uns von Miriam und Baumi. Gleichzeitig freuen wir uns schon darauf, sie wieder zu besuchen und zu sehen, welche Fortschritte sie bei der Erfüllung ihres Traumes gemacht haben werden.

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Categories:
Work and Travel, Health, Landscapes, Travel Philosophy, Lifestyle
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Deutsch