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Hüttentour durch die Alpen
2017-10-06
by Phil
Hüttentour durch die Alpen
  •  2016-08-05 - 2016-08-10
  •  Austria
Eine schöne Tour durch eine beeindruckende Landschaft.
Als Sommerurlaub stand dieses Jahr eine fünftägige Hüttentour durch die Ötztaler und Stubaier Alpen auf dem Plan. Bei der Planung wurden sich Hütten vom Deutschen Alpenverein gesucht und dann geschaut, wie man diese verbinden könnte, sodass es anspruchsvoll aber nicht zu heftig wird. Um Übernachtungskosten zu sparen fand die Anreise mit dem Zug über Nacht bzw. am frühen Samstagvormittag statt. Es ging abends um kurz vor 23 Uhr mit dem ICE von Frankfurt nach München und dann nach 1,5 Stunden Aufenthalt mit dem EC weiter nach Innsbruck und von dort mit dem RailJet nach Ötztal, wo es mit der Bus nach Umhausen. Was bei der Zugbuchung zu beachten ist, ist dass die Buchung über die ÖBB (Österreichische Bundesbahn) deutlich günstiger ist, als bei der Deutschen Bahn. 
Von Umhausen aus ging es am Ötzidorf vorbei zum Stuibenfall. Von dort gehen Treppen parallel zum Wasserfall den Berg hoch in Richtung Niederthai. 

 Durch das Horlachtal und über Kuhweiden führte der Weg in Richtung der Schweinfurter Hütte. Allerdings war dort noch nicht das Ende der Tagesetappe. Von der Schweinfurter Hütte ging es nochmal gute 700 Höhenmeter zum Teil durch Schnee hoch zum Gleirschjöchl auf 2751m über dem Meeresspiegel. 

Nach einer kurzen Verschnaufpause und Jacke anziehen ging es nur noch bergab durch den Schnee herunter zur Pforzheimer Hütte, dem heutigen Tagesziel. Dort angekommen gab es erstmal leckeres, warmes Bergsteigeressen und ein erfrischendes Radler. Am Abend wurde mit anderen Wandergruppen zusammen Karten gespielt und sich munter unterhalten. 

Sonntags hieß es dann um 07:00 Uhr aufstehen, wieder packen, frühstücken, Trinksack auffüllen und aufsattteln. Die heutige Etappe führt über die Zischgenscharte und das Winnebachjoch zur Winnebachseehütte der Sektion Hof des Deutschen Alpenvereins. Im Gegensatz zum gestrigen Tag war heute bestes Wetter und die Sonne schien. Anfangs ging es ein paar Meter runter zum Gleirschbach bevor es dann auf 2936m hoch ging zur Zischgenscharte. Der Weg dorthin war anfangs noch leicht zu laufen. Nur die letzten Meter wurden dann richtig anspruchsvoll. Es ging fast senkrecht durch den Schnee hoch, bevor es an einem Stahlseil weiter ging. 






Oben angekommen war nur kurz Pause angesagt, denn der Weg auf der anderen Seite zum Westfalenhaus sollte nicht weniger anspruchsvoll werden...


Nach diesen anstrengenden Abschnitten ging es erstmal fast eben weiter. Dabei ging es durch riesige Steinfelder, bevor es dann zum letzten Anstieg zum Winnebachjoch ging. 


Vom Winnebachjoch ging es durch eine ebenfalls sehr felsige Landschaft herunter zur Winnebachseehütte der Alpenvereinsektion Hof. Dort wurde sich dann erstmal erfrischt und noch ein bisschen die Sonne genossen. Nach dem Abendessen wurde sich wieder mit anderen Wanderern geredet und Erfahrungen ausgetauscht. Da der nächste Tag ein entspannterer Tag als die letzten beiden Tage war, wurde morgens erstmal in aller Ruhe bei Alpenpanorama gefrühstückt. Anders als sonst, wurde nicht direkt aufgesattelt, sondern erstmal ohne Gepäck ein Abstecher zum Nachbargipfel der „Ernst- Riml- Spitze“ gemacht. Von dort hatte man ein schönes Alpenpanorama mit Blick auf die Hütte und das Tal, in das es danach herunterging. Vorbei an Gries und den Sulztalalmen ging es zur Amberger Hütte im Tal vom Sulztalferner. Da bei Ankunft an der Hütte noch genug Zeit war, entschlossen wir uns schon einmal den ersten Abschnitt des nächsten Tages zu erkunden. Dafür ging es entlang vom Bach bis zu einem kleinen Wasserfall, von dem man einen beeindruckenden Blick auf den Gletscher hat.



Nach einem kurzen Erholen in der Sonne ging es zurück zur Hütte. Dort wurde nach dem Abendessen eine Lagebesprechung einberufen. Grund hierfür war die Wettervorhersage für den nächsten Tag: Es bestand die Möglichkeit von Gewittern. Das stellte für uns ein Problem dar, da geplant war auf 3200m aufzusteigen zum Hinteren Daunkopf und auf der anderen Seite zur Dresdener Hütte abzusteigen. Das beruhigende war jedoch, dass wir die Rückreise so gebucht hatten, dass eine Nicht- Überschreitung kein Problem gewesen wäre. Wir entschlossen uns aber in Rücksprache mit Hüttenwirtin und Bergführer dazu besonders früh aufzubrechen in der Hoffnung, dass die Überschreitung mittags beendet ist. Gesagt getan. Morgens um 5:00 Uhr war Aufbruch. Die erste Stunde ging es mit Stirnlampen vorwärts bis zu dem Wasserfall vom Vortag. Dort wurde kurz gefrühstückt, bevor es dann weiter ging in Richtung dem Grad. Beim Einstieg auf den Grad fing es an zu regnen und Wolken zogen ins Tal. Allerdings bestand erstmal kein Grund zur Sorge, da das Wetter nicht nach Gewitter aussah. Hierbei war der Wissensstand aus dem Meteorologie- Studium hilfreich. Wir entschlossen uns weiterzugehen, anstatt umzudrehen. Teilweise wichen wir auf das Schneefeld neben dem Grad aus, um nicht über rutschige Steine zu klettern.




Trotz des Regens und starken Wind ließen wir uns den Gipfel am Ende nicht nehmen. Nach einem kurzen Aufenthalt (es gab es keine Aussicht) und dem Eintrag ins Gipfelbuch ging es herunter zum Daunjoch und von dort in das Skigebiet vom Daunferner Gletscher. Nach weiteren Stunden im Dauerregen kamen wir völlig durchnässt an der Dresdener Hütte an. Diese Hütte war das genaue Gegenteil zu den vorherigen Hütten, was ihrer Lage mitten im Skigebiet geschuldet ist. Es war bei weitem nicht so persönlich wie auf den anderen Hütten. Das war uns egal, wir wollten uns erstmal ausruhen und aufwärmen. Der Abend war dementsprechend kurz. Am nächsten Morgen schauten wir aus dem Fenster und: Es schneite! Also ging es nach dem Frühstück durch leichten Schneefall und gepuderte Landschaft herunter ins Tal. Anstatt bei der Mutterbergalm in den Bus nach Innsbruck zu steigen, liefen wir durch das Tal vorwärts in Richtung Neustift im Stubaital. Auf halben Weg nach Neustift nahmen wir dann den Bus. Angekommen in Innsbruck hatten wir noch 4 Stunden bis der Zug nach München abfuhr. Also bummelten wir durch die Stadt gönnten uns einen Kaffee. Die Rückreise funktionierte dann problemlos und es ging von Innsbruck übe München nach Frankfurt, wo wir kurz nach 00:00 ankamen. Nachts um kurz nach 1:00 hieß es für mich dann „Gute Nacht“. Eine aufregender, spannende und anstrengende Tour war zu Ende. Aber jederzeit wieder. Trotz allen Anstrengungen war die Woche sehr entspannend ohne Handy in einer beeindruckenden Landschaft.

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Tags:
Alpen, Berge, Landschaft, Hüttentour, Wandern, Abenteuer, Freiheit
Categories:
Money and Budget, Landscapes, Backpacking, Lifestyle
Language:
Deutsch