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Planung einer Hüttentour
  •  2016-08-05 - 2016-08-10
  •  Austria
Kurzer Einblick in die Planung einer Hüttentour in den österreichischen Alpen.
Was gilt es bei der Planung einer Hüttentour in den Alpen zu beachten. Hier berichte ich von der Planung, die ich zum Glück nicht alleine machen musste, sondern Unterstützung meines Mitwanderers und Kommilitonen hatte. Als erstes ist zu erwähnen, dass sich eine Mitgliedschaft im Deutschen Alpenverein lohnt. Man hat Anspruch auf ein warmes Bergsteigeressen, die Übernachtung ist ca. halb so teuer und im Falle eines Falles werden die Kosten einer Bergung übernommen.   Personen: Wichtig zu beachten ist, dass solche Touren nicht alleine durchzuführen sind. Falls etwas passiert, hat man jemanden dabei, der sich um Erste Hilfe kümmern kann. Außerdem sollten beide Personen ungefähr gleiche Kondition und Ausdauer haben, damit man gemeinsam gut vorwärtskommt. Zeitraum: Der Zeitraum spielt eine nicht unbedeutende Rolle, da das Wetter ein großer Faktor ist. Wir entschlossen uns für Anfang August, da dort noch nicht mit großen Neuschneemengen zu rechnen ist, die dafür sorgen könnten, dass manche Wege unbegehbar sind. Wir hatten zwar auch mit Schnee und Schneefällen zu tun, allerdings so, dass man ohne besonderes Equipment wandern konnte. Früher im Sommer ist das Wetter auch instabiler, was Gewitter betrifft, die in den Bergen sehr gefährlich sind und spontan entstehen können. Route: Bei der Planung der Route sind Wanderkarten aus dem Bereich sehr hilfreich. Sollte man keine zur Hand haben, gibt es im Internet die Möglichkeit auch kostenlos sich eine Route zusammenzustellen. Bei der Planung unserer Tour haben wir uns Hütten herausgesucht, die in dem Gebiet liegen und dann geschaut, wie man diese möglichst gut verbinden kann. Hierbei sollte man darauf schauen, was das für Wege sind (ob alpin, steinig etc.), um zu beurteilen ob man zusätzliches Equipment, wie z.B. Kletterausrüstung, benötigt und ob man sich das auch zu traut. Hierbei sollte man ohne Erfahrung von Gletschern und Kletterabschnitten abgesehen werden. Auch die Kilometerangaben sollte man beachten, da 15km im Gebirge deutlich länger und anstrengender sind, als 15km in der Ebene. 10-15km sind für sportliche und normale Wanderer am Tag möglich, sofern die Höhenmeter auch im Rahmen liegen. Auf unserer Tour hatten wir Tageslängen von 10-13km und maximal 1500 Höhenmeter nach oben.   Verpflegung: Das wichtigste in den Alpen ist viel zu trinken. Um hier möglichst viel Wasser mitzunehmen ohne viele Flaschen dabeizuhaben, empfiehlt sich ein Wassersack mit Schlauch, den man im Rucksack mitnehmen kann und einfach ohne auspacken zu müssen trinken kann. Ich habe einen mit 3l Volumen. Da mehr Wasser auch mehr wiegt, ist es sinnvoll diesen am Anfang mit 2l zu befüllen und dann unterwegs ggf. nochmal aufzufüllen. Zum Essen unterwegs sind zum einen kleine Süßigkeiten von Vorteil um dem Körper ein bisschen Zucker zu geben, aber auch Obst ist eine gute Snackmöglichkeit. Allerdings reicht das nicht aus. Bei unserer Tour hatten wir im Vorhinein einen Laib Brot gekauft und diesen auf uns aufgeteilt. Dazu hatten wir Blockkäse und Wurst am Stück, die man mit dem Taschenmesser zuschneiden kann. Auf den Hütten selbst kann man frühstücken gegen Aufpreis zur Übernachtung. Abends bieten die Hütten ein warmes sog. Bergsteigeressen für 8€ an. Es besteht aber auch die Möglichkeit aus der Karte zu bestellen (ist allerdings teurer).   An- und Abreise: Bei der An- bzw. Abreise kann man darauf achten, dass man Züge über Nacht nimmt, sodass man vormittags loswandern kann. So spart man sich Übernachtungskosten. Bei der Abreise gilt das gleiche. Entweder spät abends oder auch über Nacht fahren. In unserem Fall sind wir um 00:10 losgefahren und waren mit Bahn und Bus um 10:00 am Startpunkt unserer Tour. Die Rückreise erfolgte gegen 18:00 Uhr, sodass man einen stressfreien letzten Tag hatte und nachts zu Hause ist. Hierfür bietet sich nicht nur die Bahn an, sondern auch manche Fernbuslinien sind tendenziell geeignet. Sollte man sich für die Fahrt mit dem Zug entscheiden gilt es Preise zu vergleichen. Wir hatten anfangs ein Zugangebot von der Deutschen Bahn für 2 Personen von über 130€. Als wir dann auf der Seite der ÖBB (Österreichische Bundesbahn) geschaut haben, haben wir genau die gleiche Verbindung für 40€ gefunden und gebucht. Hier gilt es einfach Preise vergleichen und nicht das erste buchen.   Ausrüstung: Bei dem Gepäck gibt es auch einiges zu beachten. Das wichtigste ist das richtige Schuhwerk.  Am besten sind über knöchelhohe Wanderschuhe mit einer griffigen Sohle um das Risiko vom Umknicken und damit verbunden Verletzungen zu minimieren. Der Rucksack sollte nicht zu groß sein, weil man sonst unnötiges Gepäck mitschleppt. Dabei braucht man nicht für jeden Tag eine Wanderhose, es reicht auch eine für die Wanderungen und eine für den Aufenthalt auf den Hütten. Bei den Oberteilen und Jacken ist das Zwiebelprinzip ratsam, sodass man jederzeit eine Schicht an- oder ablegen kann, je nachdem wie warm bzw. kalt es ist. Ich hatte beispielsweise eine Softschelljacke und eine dünne und leichte Regenjacke dabei, die man zur Not auf über die Softshelljacke ziehen konnte. Auch wenn man im Sommer wandert, sollte man Mütze und Handschuhe dabeihaben, da es auf den Gipfeln und Höhenwegen durchaus frisch sein kann. Vor allem durch den Wind in den Höhen wird es oft kälter, als man denkt.   Insgesamt haben wir bei der Hüttentour 2016 pro Person unter 100€ bezahlt. Wenn man erstmal Preise vergleicht und manchen Angebote und Mitgliedschaften nutzt, kann man auch fast eine Woche für unter 100€ verreisen.

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Categories:
Travel Preparation, Accommodations, Food, Tips and Tricks, Transport
Language:
Deutsch