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Roadtrip bei den Nachbarn
2017-01-09
by daheimistlangweilig
Roadtrip bei den Nachbarn
  •  2015-05-27 - 2015-05-31
  •  Slovenia
Ein traumhafter Trip in ein Land voller Vielfältigkeit
Slowenien war für uns im Jahr 2015 zum Ziel eines kleinen Roadtrips geworden. Nachdem wir schon von ein paar Leuten gehört hatten, dass die Natur hier einfach gigantisch ist, mieteten wir uns ein Auto - Roadtrip Time. #Bled Bled war die erste Station unserer Tour. Die Pension lag nicht weit weg der berühmten Kurstadt mit dem See und der kleinen Marienkirche darauf und der Burg, die weit oben auf einem Felsen tront. Wir entschieden uns für eine kleine Rundwanderung, besuchten die Burg und schauten uns Titos Ferienhäuschen an. Auf die Insel fuhren wir allerdings aus Zeitgründen nicht. Bled ist für mich schon beinahe klischeehaft romantisch - wie aus dem Bilderbuch. 26886533721_904c31c406_k 26955232345_d917132520_k Zum Abschluss des Tages unternahmen wir noch eine kleine Wanderung - unweit von Bled liegt die kleine, romantische Vintgar Klamm. Auf einem Holzsteg kann man entlang des kleinen, wilden Flusses bis zu einem kleinen Kraftwerk wandern. 26886510051_c436c8317a_k #Vrsic Pass und Soca Tal Mein Mann wollte unbedingt über den Vrsic Pass fahren. Ich stehe da ja eher weniger drauf, besonders weil die Straße bei Bikern sehr beliebt ist und man sich irgendwie permanent bedrängt fühlt (sorry liebe Biker, aber es ist eben die permanente Feindschaft). Und damit waren wir noch vor Putin. Die Passstraße führt von Kranjska Gora hinüber ins Tal der Soca und ist geprägt von den Geschehnissen des Ersten Weltkrieges. Die Deutschen Truppen ließen den Pass von russischen Zwangsarbeitern gebaut. Mehrere Hundert davon wurden bei einem Erdrutsch getötet. Noch heute findet man in einer der Kehren eine russische Kapelle zu deren Gedenken, an der Putin 2016 einen Kranz niederlegte (die Straßensperren gingen im Sommer ja massiv durch die Medien). 26681972090_d6f040e69b_k Ein paar Kehren unterhalb der Passhöhe findet man dann ein romantisches Fleckchen - dort stapeln Leute Steine aufeinander - das soll Glück bringen und Wünsche erfüllen. 26955564945_06698c4078_k Über die Passstraße hinüber strebten wir nun zur Quelle der Soca, die an einer felsigen Wand liegt. Der Aufstieg ist zwar gut mit Metall-Stangen gesichert, trotzdem ist er nichts für Ängstliche. Das Tal der Soca bildete während des Ersten Weltkriegs lange, bis zum Zusammenbruch der Donaumonarchie eine Frontlinie. Das Ganze war so heftig umkämpft, dass man zum Teil heute noch Spuren in Form von alten Forts sieht. 26921734716_cebd4d8218_k Der Fluss wird ausgiebig von Wassersportlern - besonders Paddlern - genutzt, denen man an vielen Brücken zusehen kann. 26351152803_1a3f850c41_k #Partisanenlazarett Franja und die Quecksilbermine von Idrija Am nächsten Tag verließen wir unser Hotel in Bled - es ging in Richtung Süden - Portoroz an der Küste war unser neues Ziel. Auf dem Weg dorthin wollten wir zwei Stops einlegen. Der Erste ist ein sehr bewegender Ort. Das Partisanenlazarett Franja stammt aus dem Zweiten Weltkrieg. Versteckt in einer Schlucht, fernab, verborgen vor jedlicher Zivilisation wurden hier verletzte Soldaten gepflegt. Der Ort mit seinen kleinen Holzbaracken wirkt fast ein bisschen unwirtlich. Die Verletzten wurden durch die enge Schlucht getragen - das  Gelände war so weit abgelegen, dass man es kaum glauben kann. 26351278613_71bf03ad97_k 26955716335_88279f728a_k Zweiter Stop waren die Quecksilberminen von Idrija. Hier bekamen wir sogar eine exklusive Führung. Das Metall hatte eine große Wirtschaftliche Bedeutung für die Region - man läuft durch die historischen Stollen und sieht, wie sich die Tröpfchen bilden. Viele der Männer starben sogar an der Vergiftung. 26922085846_fb2eecde04_k Kurz vor Sonnenuntergang trafen wir dann in unserer traumhaft schönen Pension hoch über dem Hafen von Portoroz ein - von hier aus kann man bis nach Kroatien auf der einen und über die gesamte Bucht von Piran auf der anderen Seite schauen. #Piran und die Höhlen von Skocjan Den letzten Tag in Slowenien wollten wir ausgiebig nutzen - früh brachen wir auf zu den berühmten Karsthöhlen. Es gibt zwei verschiedene, wobei die von Skocjan nicht weniger beeindruckend sind wie die in Postonja, dafür aber wesentlich weniger von Touristen überlaufen. 26351354353_313847fe26_k Wir mussten ein bisschen warten, bis wir mit etwa 50 Leuten loszogen. Die Führung wurde in Slowenisch, Deutsch, Italienisch und Englisch gehalten, was allerdings nicht weiter problematisch ist. Erst geht es durch den trockenen Teil der Höhle. Der Weg ist vollständig gesichert und auch für eher Faule gut zu laufen. Die sollten allerdings am Ende das Ticket mit dem Lift wählen - wir nahmen den Fussweg. Schier den Atem raubt einem der Teil der Höhle, der noch immer von Wasser durchflossen wird. Es ist größer, als ich es mit Worten beschreiben kann - ganz weit unten hört man den Bach rauschen, der angeblich bei Hochwasser auch die trockenen Höhlen füllen soll - welche Kraft dieses Wasser entwickeln kann. 26922037606_69d7300d46_k Am Nachmittag ließen wir dann das Auto stehen und gingen entlang der Bucht in das verschlafene Piratennest Piran. Die Bucht hat übrigens keine echten Sandstrände, Sand wurde nur aufgeschüttet. Hier sieht man zahlreiche Grand Hotels, die Gegend war ein beliebter Kurort um die Jahrhundertwende. 26887114551_7280711882_k Hübsch ist sie aber trotzdem. Piran selbst besteht heute größtenteils aus Hotels und einem Hafen - um in die Innenstadt zu kommen, muss man ein bisschen laufen. Am Hafen ist dann allerdings ein Parkplatz, von dem aus man mit einem Shuttlebus zum Tartini-Platz, dem Hauptplatz, benannt nach dem berühmtesten Sohn der Stadt, einem Dichter. 26887118031_75dd0608e3_k Durch die engen Gassen kann man hinauf zur Kirche steigen - wir kamen genau zum Sonnenuntergang dort an. Von hier sieht man den alten Leuchtturm. Bestens kann man in Piran natürlich Fisch essen. Viele kleine Restaurants an der Hafenpromenade laden dazu ein. Von dort ging es dann wieder zurück nach Wien. Slowenien ist einfach ein tolles Land, es gibt dort noch wahnsinnig viel zu entdecken - wir werden sicher wiederkommen - Ljubljana etwa haben wir an diesem verlängerten Wochenende leider noch links liegen lassen müssen. Die Höhlen sind wahnsinnig beeindruckend, Orte wie Bled und Piran sind gegensätzlich, aber wahnsinnig romantisch und der Besuch in Franja hat mich nachhaltig berührt... Slowenien ist erstaunlich vielseitig - ein wahnsinnig toller Trip, den ich nur empfehlen kann. Reiseführertipp: q?_encoding=UTF8&ASIN=3899538587&Format=_SL250_&ID=AsinImage&MarketPlace=DE&ServiceVersion=20070822&WS=1&tag=wienentdeck-21

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Tags:
Slowenien, Bled, Piran, Roadtrip, Berge, Meer
Categories:
Sights
Language:
Deutsch