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Jeeptour im Wadi Rum - Being Lawrence of Arabia
2017-04-11
by daheimistlangweilig
Jeeptour im Wadi Rum - Being Lawrence of Arabia
  •  2017-01-07 - 2017-01-08
  •  Jordan
Als ich meiner Mutter sagte, dass wir nach Jordanien fliegen, hielt sie mich für völlig wahnsinnig… In Arabische Länder fährt man doch nicht… Wir haben es trotzdem gemacht und waren vollkommen begeistert… Eine Station, die zu jedem Roadtrip in Jordanien dazu gehört, ist sicherlich das Wadi Rum – eine beinahe schon bizarre Wüstenlandschaft im Süden des Landes, nur wenige Kilometer von der Jordanischen Grenze entfernt…
Hallo Leute! Als ich meiner Mutter sagte, dass wir nach Jordanien fliegen, hielt sie mich für völlig wahnsinnig… In Arabische Länder fährt man doch nicht… Wir haben es trotzdem gemacht und waren vollkommen begeistert… Eine Station, die zu jedem Roadtrip in Jordanien dazu gehört, ist sicherlich das Wadi Rum – eine beinahe schon bizarre Wüstenlandschaft im Süden des Landes, nur wenige Kilometer von der Jordanischen Grenze entfernt…  

Wadi Rum

Geologie Das Wadi Rum entstand im Süden von Jordanien vor mehr als 30 Millionen Jahren. Die bizarren Felsformationen entstanden danach durch Erosion. Sie bestehen aus rotem Sandstein, das sich auf einem Sockel aus Granit befindet. Dazwischen befindet sich eine Wüstenebene. Geschichte Besiedelt wurde das Wadi Rum schon in prähistorischer Zeit. Bekannt wurde das Gebiet durch den berühmten britischen Offizier Thomas Edward Lawrence, der hier 1917/18 während der arabischen Revolte stationiert war. Bekannt wurde er unter dem Namen Lawrence von Arabien – der berühmte gleichnamige Monumentalfilm wurde ebenfalls in dem Gebiet gedreht. Heute leben auf dem Gebiet hauptsächlich Beduinen – man lebt zum größten Teil vom Tourismus. Die Touristenpolizei im Wadi Rum ist übrigens die einzige Einheit der Welt, die ausschließlich auf Kamelen unterwegs ist – ich habe sie (leider) nicht gesehen… 2017-01-12_02-12-26_31888998040_oDie berühmten 7 Säulen der Weisheit – hier hatte Lawrence von Arabien sein CampJeeptour im Wadi Rum In der Winterzeit ist das Bekommen einer Jeeptour nicht schwer. Schon am Besucherzentrum von Wadi Rum, das an der Straße etwa 6 km vor dem Dorf nahe den berühmten 7 Säulen der Weisheit steht, lauern die Beduinen mit ihren Autos auf arglose Besucher… Ich mag das ja zugegeben gar nicht, zumal dann immernoch eine kleine Verhandlungsshow abgezogen wird, plötzlich gibt es dann aber doch noch eine zweite Runde, die man drehen kann, die dann aber 50 anstatt 30 JD kostet. Ich gehe bei so Verhandlungen immer weg und überlasse meinem Mann das Feld. Wir hatten es diesmal aber relativ leicht, da wir am letzten Tag nur noch 41 JD in der Tasche hatten. Das sagten wir dem Beduinen auch, dass er inklusive Trinkgeld maximal 41 JD bekommen könnte. 2017-01-12_02-13-00_31454897163_oUnser Guide und der Jeep mitten in der WüsteUnd so sollten wir dem Jeep auf einen Parkplatz folgen, bevor wir umstiegen. Und dann hatte ich ein bisschen die Hosen voll. Der verrostete Toyota war hinten offen und es waren Bänke eingeschweißt – oh yeah, aber man muss eben auch manchmal auf Reisen über den Schatten springen, auch wenn es kalt ist. Nun ging es auf die große Runde durch das Wadi Rum – zur Lawrence Spring, zur roten Düne, zu einem tiefen Canyon mit einem Bild von Lawrence von Arabien, zur großen und zur kleinen Felsenbrücke und zum Mushroom, wo der bekannte Monumentalfilm gedreht wurde. Am Ende ging es dann noch zu nabatäischen Felszeichnungen, darunter einer ersten Karte des Gebiets und schließlich zur Tempelruine der Nabatäer oberhalb des kleinen Dorfs Wadi Rum. 2017-01-12_02-14-59_31889019560_oDie Kamele gehören zu den beliebtesten Fortbewegungsmitteln im Wadi RumAm Lawrence Spring wurden wir dann auch gleich zum Tee eingeladen, was meine anfängliche Skepsis beruhigte und meine Laune schlagartig besserte. Neben der Jeeptour muss man allerdings das eine oder andere auch noch selbst machen – die Düne erklettern bzw. auf die Rock Bridge klettern… Das muss man natürlich nicht tun – aber ein bisschen Spaß macht es ja schon, den Wind im Gesicht Off-Road durch die Wüste zu brausen und sich die bizarren Gebilde aus Sandstein anzuschauen. Aber zugegeben, wegen meiner Höhenangst habe ich auf das Erklimmen der Rock Bridge verzichtet.
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Mein Mann wollte dann doch hoch hinaus – die Rock Bridge ist sicher das bekannteste Fotomotiv im Wadi Rum…

Was ich aus Wadi Rum mitnehme

Auch wenn wir auf eine Übernachtung in der Wüste (wegen der Kälte) verzichtet haben – ein Tag mit dem Jeep auf den Spuren von Lawrence von Arabien verspricht ein großes Abenteuer und riesig viel Spaß – auch auf der Ladefläche eines Pickups – den Wind im Gesicht und die bizarren Felsformationen vor Augen – ein Jordanien-Erlebnis erster Klasse…   TIPPS FÜR DAS WADI RUM IM WINTER
  • Auch wenn es im Winter um die 20 Grad sind, sollte man unbedingt warme Klamotten UND Sonnenschutz dabei haben. Die Jeeps fahren ordentlich schnell durch den Sand, da kann es auf der Ladefläche schonmal ganz schön zugig werden.
  • Aufgrund der Kälte in der Nacht (im Januar kann es schonmal Minusgrade haben) verzichteten wir auf die Übernachtung in der Wüste – häufig wird hier ein Schlafen im Zelt angeboten… Es ist sicher auch toll – aber nur, wenn man nicht so frostanfällig ist, wie ich.
  • Es besteht auch die Möglichkeit, nach Sondergenehmigung selbst ins Wadi Rum zu starten. Das Gebiet ist allerdings relativ unübersichtlich, weshalb wir ganz froh waren, dass wir jemanden dabei hatten, der sich auskannte.
  • Normalerweise werden vom Visitor Center Fahrer zugeteilt, was aber erheblich teurer ist. Unser Fahrer hat uns direkt beim Zentrum angesprochen. Anfangs ein wenig skeptisch, dass er uns in der Wüste aussetzen würde, waren wir am Ende doch ganz angetan. Man darf sich also ruhig trauen…

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Tags:
Jordanien, Abenteuer, Wadi Rum
Categories:
Sights, Road Trip, Transport
Language:
Deutsch